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The Actors (2003, Spielfilm)

Wer du wirklich bist, verbirgst du unter der Maske, die du trägst.

The Actors
Regie:
Conor McPherson
Besetzung:
Michael Caine, Dylan Moran, Michael Gambon, Lena Headey, Miranda Richardson u.a.
Premiere:
17. April 2003 (Irland)
Länge:
91 Minuten
Lenas Rolle:
Dolores Barreller

Die beiden Schauspieler Anthony O'Malley (Michael Caine) und Tom Quirk (Dylan Moran) verdienen ihr Geld bei einer Theaterinszenierung von Shakespeares 'Richard III' in Dublin. Der ehemalige Star Tony recherchiert für seine Rolle in einer zwielichtigen Bar, wo er Barreller (Michael Gambon) kennenlernt. Die beiden freunden sich an und Barreler verrät Tony, dass er einem Unterweltboss Geld schuldet, und dass dieser in Kürze einen Boten schickt, um das Geld einzutreiben. Tony wittert das große Geld und überredet seinen jungen Kollegen Tom dazu, sich als Bote auszugeben. Der Coup gelingt und Tony glücklich. Doch Tom kann Barrellers Tochtor Dolores (Lena Headey) nicht vergessen, die ihren Vater bei der Geldübergabe begleitet hat. Als er dann von Tony erfährt, dass der echte Geldbote unterwegs nach Dublin ist, setzt er alles daran, Barreller - und mit ihm Dolores - vor dem Zorn der Gangster zu schützen. Mit Hilfe seiner neunjähriger Nichte Mary (Abigail Iversen), erschafft Tom immer mehr neue Charaktere, um die beteiligten Parteien in die Irre zu führen. So begegnet er auch Dolores wieder. Als dann der betrogene Gangsterboss persönlich aus London einfliegt, spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Lena Headey muss in der ersten Filmhälfte relativ passiv bleiben, singt aber immerhin einen Popsong namens 'Could this be Love?' zusammen mit Dylan Moran, den sie zuvor innerhalb von drei Sekunden um den Finger gewickelt hat. Nach und nach durchschaut Dolores jedoch das (Schau-)Spiel und beginnt nach eigenen Regeln zu spielen; und nachdem sämtliche Verwicklungen geklärt sind, bekommt sie schließlich den "großen" Auftritt, der Tom in der Eröffnungsszene verwehrt blieb. Mehr soll dazu nicht verraten werden. Denn es lohnt sich, den Film anzuschauen, nicht zuletzt weil Lena darin (meist in schwarz) ungemein attraktiv ist.

Die Komödie des irischen Drehbuchschreibers und Regisseurs Conor McPherson ist ein leichter Film über die Schauspielerei mit etlichen Seitenhieben auf das heutige Theater. So gibt es in 'Excalibur' Schusswaffen und 'Richard III' spielt im Nazi-Deutschland. Gleichzeitig träumt O'Malley von einer 'Hamlet'-Inszenierung, die lediglich aus Vokalen besteht. Die Handlung von 'The Actors' ist weniger verwirrend, als die obige Zusammenfassung vermuten lässt. Michael Gambon schlüpft in zahlreiche Verkleidungen und agiert darin hoffnungslos überzogen. Der Hauch von Ernsthaftigkeit, den der Film anfangs noch besaß, verpufft dadurch spätestens bei der Geldübergabe. Zwischendurch gibt es noch ein paar nachdenklichere Momente, nicht zuletzt in den Garderoben-Szenen vor bzw. nach dem letzten Auftritt. Insgesamt bewegt sich der Streifen aber auf wenig ernsthaftem Terrain und ist überraschend unterhaltsam. Alle Beteiligten wirken überraschend unverbraucht, allen voran Abigail Iversen, die für einige der besten Stellen im Film verantwortlich ist. ("Use the Force.").

Auf der (englischen) DVD gibt es neben dem Film noch den Trailer und eine fünfminütige Featurette. Diese ist äußerst kurzweilig geschnitten und vermittelt erfolgreich den Spaß, den alle Beteiligten hatten. Sie zeigt Kommentare (vom Regisseur), herzhaftes Lachen (u.a. von Lena) und - wenig ernsthaft und sehr amüsant - allerlei hämische Bemerkungen. Das Bonusmaterial ist also kurz, aber gelungen.

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IMDb (Seite zum Film)
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