Century (1993, Spielfilm)
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1900: Das neue Jahrhundert verspricht bahnbrechende Entdeckungen und Fortschritte in nahezu allen Lebensbereichen. Der junge Mediziner Paul Reisner (Clive Owen) tritt am Neujahrsmorgen seine Stelle an einem Londoner Forschungsinstitut an. Schon bald forscht der eifrige Neuling direkt unter der Aufsicht des Institutsleiters Professor Mandry (Charles Dance). Pauls aufkeimende Liebe zu Clara (Miranda Richardson), die ebenfalls am Institut arbeitet, leidet massiv unter seiner Arbeitswut. Als er sich ausgerechnet am Tag, als sein Vater (Robert Stephens) ihn erstmals an seiner neuen Arbeitsstelle besuchen will, mit seinem Mentor überwirft, ist er jedoch plötzlich auf sie angewiesen. Gemeinsam entdecken sie, dass Mandry ein dunkles Geheimnis verbirgt.
Lena spielt Pauls Schwester Miriam, die bei ihrem Vater lebt und dementsprechend nur selten im Bild auftaucht. Immerhin hat sie von Anfang bis Ende immer wieder kleine Momente, in denen sie alleine durch ihre Schönheit die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Selbst bei im Moskitokostüm bei der abschließenden Silvesterfeier macht sie noch eine gute Figur. Als Gegenpol zu Pauls Vater ist ihre Rolle natürlich nicht von entscheidender Bedeutung. Dennoch trägt sie damit einen kleinen Teil zu einem insgesamt gelungenen Film bei.
Das im englischen Liverpool gefilmte Drama, dessen Regisseur Stephen Poliakoff auch das Drehbuch schrieb, scheint ständig auf einen Höhepunkt zuzusteuern. Die große Konfrontation bleibt jedoch aus bzw. verteilt sich auf viele Szenen und Personen. Die Handlung bleibt bis zum Ende spannend. Statt eines dramatischen Showdowns gibt es einen überraschend ruhigen Schluss, der jedoch nichts an der Brisanz des Themas (Eugenik) ändert. Die Liebesgeschichte und die überwiegend amüsanten Zukunftprognosen lockern die Geschichte auf, ohne ihr die Ernsthaftigkeit zu nehmen.

